Die Bekanntschaft mit der Stadt

 
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HAUS DER EINHEIT
Das Haus der Einheit (Rigas Strasse 22a) ist eine dominierende Erscheinung im historischen Zentrum. Es wurde während der ersten Republik errichtet. Das Gebäude wurde auf Antrag des Präsidenten des Landes, Karliss Ulmaniss, mit Hilfe von Spenden und von vom Staat bereitgestellten Mitteln erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1936, und am 19. Dezember 1937 fanden die Einweihung und die feierliche Eröffnung des Gebäudes statt. Das Haus der Einheit hat der Architekt Werners Witands entworfen. Es war seinerzeit das modernste multifunktionale Gebäude in Europa, und in ihm befanden sich das Theater Daugavpils, die lettische Gesellschaft, die Bibliothek sowie andere öffentliche Institutionen. Die antiken Formen des architektonischen Gebäudeentwurfes, der dem Geist des Funktionalismus folgt, entsprechen der Ästhetik jener Zeit. Heutzutage befinden sich das Theater Daugavpils, das Zentrum der lettischen Kultur, das touristische Informationszentrum, die Latgaler Zentralbibliothek, ein Informationszentrum der USA, eine Bank, ein Buchgeschäft, ein Café, ein Fitness-Klub und andere Institutionen im Haus der Einheit. Ab 2005 ist eine Erneuerung der Innenansichten des Hauses der Einheit erfolgt. Im Jahr 2009 wurde mit der Wiederherstellung der Fassaden begonnen.
GRÜNANLAGE DES DICHTERS ANDREJ PUMPUR
Die Grünanlage liegt gegenüber dem Haus der Einheit. Sie wurde in der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts angelegt. In der Grünanlage befindet sich eine Büste des Dichters Andrej Pumpur, die vom Bildhauer I.Krumin im Jahr 1966 geschaffen wurde. Ein Lieblingstreffpunkt für die Stadtbewohner ist der in der Mitte der Grünanlage gelegene Springbrunnen "Ein Mädchen mit Lilie». In der Grünanlage befinden sich die orthodoxe Kapelle des Heiligen Alexander Newskij und das Denkmal für die unschuldigen Opfer des roten Terrors (Bildhauer J.Wolkowa).
KAPELLE DES HEILIGEN ALEXANDER NEWSKIJ
Die Kapelle wurde im Jahr 2004 eingeweiht. Sie befindet sich in der Grünanlage A. Pumpurs ( Saules Strasse 20) an der Stelle der orthodoxen Kathedrale des Heiligen Alexander Newskij (1864–1961). In sowjetischer Zeit, im Jahr 1961, wurde die Kathedrale geschlossen, und im Jahr 1962 wurde sie gesprengt. Die Kapelle ist ein Gedenkbau, der auch eine symbolische Bedeutung hat. Sie dient zur Erinnerung an die zerstörte Kathedrale.
GRÜNANLAGE DER UNIVERSITÄT DAUGAVPILS
Sie befindet sich auf der Wijenibas Strasse 13 und stellt einen Platz vor dem Lehrkörper der Universität Daugavpils dar. Hier gibt es einen kleinen Springbrunnen, eine Büste des Dichters Rajnissa (Bildhauer I.Folkmanis, 1966) und eine Sonnenuhr.
DIE SONNENUHR
Sie befindet sich in der Grünanlage der Universität Daugavpils. Die Sonnenuhr wurde im Jahr 1910 (im Rahmen eines Projekts des Realschullehrehrers A.Jaskow) geschaffen. Die Uhr ist auf einem viereckigen Sockel befestigt. Die Linien des Zifferblattes entsprechen der geographischen Breite von Daugavpils, nämlich 56 ˚.
DER PARK DUBROVINA

Er befindet sich zwischen der Rigas Strasse und der Parades Strasse. Am Arrangement des Parks war Pavel Dubrovin (1839–1890) aktiv beteiligt,der vom Jahr 1876 bis zum Jahr 1890 das Amt des Bürgermeisters innehatte. Der Park trägt den Namen seines Schöpfers, dem auf einem speziellen Platz unweit vom Springbrunnen ein Denkmal gesetzt wurde. Dieses ist eine Bronzefigur mit einer Höhe von ca. zwei Metern (Bildhauer A. Taratynov, 2007). Während der Sowjet-Zeit wurde im Park auch die Gedenkstätte für die Kämpfer der Sowjetischen Armee errichtet. Der Park Dubrovina ist ein Lieblingserholungsort der Städter. Während der Sommerhitze kann jedermann am großen Springbrunnen erfrischende Kühle und abends das phantastische Spiel des Wassers und des Lichtes genießen.

DER SCHUTZDAMM
Der einzigartige, sechs Kilometer lange Ingenieurbau entlang der Küste der Düna (lett. Daugava) schützt nicht nur die Stadt vor Überschwemmungen, sondern dient gleichzeitig auch als Weg. Der Schutzdamm wurde in den Jahren 1830–1841 im Rahmen eines Projekts des Militäringenieurs Kapitän P.Melnikow gebaut. An den höchsten Stellen erhebt sich der Damm über den Wasserstand im Fluss um 9 Meter.
HEIMATKUNDLICHES UND KÜNSTLERISCHES MUSEUM DAUGAVPILS (HKMD)
Dies ist eines der ältesten Museen Lettlands (let. Latgale), gegründet im Jahr 1938. Es befindet sich in der Rigas Strasse 8, in einem prächtigen Gebäude, das im Jahr 1883 im Stil des Elektismus mit Jugendstil-Elementen erbaut wurde. In der Ausstattung seiner Fassaden wurden farbig glasierte Fliesen verwendet, und über den Eingängen wurden durchbrochene, mit Glas bedeckte Metalldächer eingebaut. An jedem Eingang befinden sich zwei Löwenskulpturen. Im Museum sind die Gelerien des weltweit bekannten Malers Mark Rotko sowie des Malers Daugavpils Leonid Baulina für die Öffentlichkeit zugänglich. Außerdem arbeitet hier der künstlerische Salon Māra. Im Museum kann man kulturell-historische sowie auch naturwissenschaftliche Ausstellungen bewundern.
DIE RIGAS STRASSE
Daugavpils war eine der ersten lettischen Städte, in der am Ende der siebziger Jahre des XX. Jahrhundert die Rigas Strasse, die sich über mehr als einen halben Kilometer erstreckt, in eine Fußgängerzone umgewandelt wurde. Die Rigas Strasse ist die belebteste Ader der Stadt, über die man vom Bahnhof aus bis zu ihrem Anfang an der Düna gelangen kann. Unter dem Damm befindet sich ein Bogen, durch den man an der Stelle der ehemaligen Anlegestelle bis zum Fluss gelangen kann. Im Jahr 2009 ist die Rekonstruktion der Rigas Strasse zu Ende gegangen, in deren Ergebnis die Stadt zu einem schönen Beispiel für eine harmonische Synthese aus Vergangenheit und Gegenwart geworden ist. Während eines gemütlichen Spaziergangs kann man sich nicht nur an den prächtigen Häuserfassaden erfreuen, sondern auch einkaufen und ohne Eile ein leckeres Essen genießen. Durch seine besondere Pracht fällt das Gebäude in der Rigas Strasse 61 auf. Es wurde im Jahr 1860 errichtet und stellt eines der leuchtenden Beispiele des Eklektismus dar, geprägt durch ein reiches Dekor der Fassaden. Gegenüber der 1. Poststelle kann man eine Skulptur einer Sumpfschildkröte (Bildhauer I.Folkmanis, 2009) sehen, und am Ende der Straße, gegenüber dem Bahnhof, die Wasserkaskaden.
KATHOLISCHE KIRCHE ST. PETER
Die katholische Kirche befindet sich in der Rigas Strasse 39. Sie wurde in den Jahren 1848–1849 erbaut und 1924–1934 umgebaut. Für die Architektur der Kirche sind die Züge des Klassizismus charakteristisch. Von außen ist sie der St.-Peter-Basilika im Vatikan ähnlich. Die große Kuppel der weißen Kirche stützt sich auf vier doppelte Säulen.
GARTEN DER SKULPTUREN
Er befindet sich zwischen der katholischen Kirche St. Peter und der Michoelsa Strasse. Der Garten ist mit den Werken lettischer Bildhauer sowie mit prächtigen Blumenteppichen geschmückt.
BAHNHOF DAUGAVPILS
Die beachtlichen Veränderungen im Wirtschaftsleben Dünaburgs (Daugavpils) haben zur Eröffnung der Bahnlinien St. Petersburg – Dünaburg – Warschau und Riga – Dünaburg – Orjol in den Jahren 1860 und 1861 beigetragen. Die Bahnlinie St. Petersburg – Warschau zusammen mit den Brücken, den Viadukten und einigen Gebäuden der Bahnhöfe hat der polnisch-stämmige Ingenieur Stanislaw Kerbeds entworfen. In Daugavpils kreuzen sich fünf Bahnlinien. Das jetzige Gebäude des Bahnhofs wurde im Jahre 1951 erbaut.
DER ZENTRALPARK
Er befindet sich neben dem Busbahnhof. Der Park wurde in einem Projekt des Architekten Selezki an der Stelle der Wohnviertel erschaffen, die während des Zweiten Weltkriegs vollständig zerstört worden waren. Dieser moderne Park mit seinen zahlreichen Blumenbeeten und den grünen Anpflanzungen ist der gegenwärtige Schmuck der Stadt. Hier befinden sich ein Inliner-Park und ein Kinderspielplatz. Weiterhin finden sich im Park ein Schießstand, ein Schachklub und ein Standesamt. Neben dem Park ist im Jahr 1999 der Eispalast Daugavpils erbaut worden.
DIE SYNAGOGE
Die Synagoge "Kadysch" in Daugavpils, die im Jahr 1850 erbaut wurde, befindet sich in der Zijetokschnja Strasse 38. In der Raumbeziehung stellt sie die Winkelbebauung des Bezirkes im Stadtzentrum dar. Die Fassaden des Gebäudes gehen auf die Straßen Latschplescha und Zijetokschnja hinaus. Die ingenieurmässige Ausstattung des Gebäudes wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erneuert. Schließlich war im Jahr 2005 die Synagoge mit Unterstützung der Kinder des Malers M.Rotko vollständig wieder hergestellt. An der Eröffnungszeremonie der Synagoge nach der Rekonstruktion nahm der Präsidentin Lettlands Vaira Vīķe-Freiberga teil.
DIE JUGENDSTIL-GEBÄUDE
Sie befinden sich in der Rigas Strasse 8, der Saules Strasse 41, der Saules Straße 55. Die Gebäude wurden zwischen Ende des XIX. und Anfang des XX. Jahrhunderts erbaut. Ihre Fassaden sind mit Stuck und anderen dekorativen Elementen reich geschmückt.
DIE BÜROGEBÄUDE
Das Gebäude in der Gimnasijas Straße 11 wurde gegen Ende des XIX. Jahrhundert erbaut. Die Fassaden sind als formale Unterart des Eklektismus gestaltet, der an die ausführlich durchstudierten und gesättigten plastischen Formen des sogenannten Naryschkinschen Barockstils erinnert. Nebenan, in der Gimnasijas Straße 12, befindet sich das Gebäude der Staatlichen Bank, das gegen Ende des XIX. Jahrhunderts erbaut wurde. Die Architektur des Gebäudes ist à la Eklektismus ausgestaltet. Die Fassade der Bank ist mit für den Klassizismus und die Renaissance charakteristischen Details reich geschmückt.

Städtisches Gymnasium und Gruppe der Bürogebäude
Sie befinden sich im Bezirk zwischen der Latschplescha Strasse, der Wijenibas Strasse und der Gimnasijas Strasse. Diese Gebäude wurden Anfang der vierziger Jahre des XIX. Jahrhunderts à la Klassizismus in einem Projekt des bekannten russischen Architekten A.E. Schtaubert erbaut. Auf den Gebäudefassaden sind für den Empirestil charakteristische Elemente des Dekors erhalten geblieben: die Simse, die Borten der halbrunden Fensteröffnungen usw.

DIE GEBÄUDE AUS ROTEM ZIEGEL
In der Bebauung von Daugavpils findet sich eine ungewöhnlich große Menge von Gebäuden, die aus rotem Ziegel erbaut sind. Die Anhänger dieses Stils waren viele hervorragende Architekten. In Daugavpils ist die vorliegende Unterart des Eklektismus in besonderem Maße in denjenigen Gebäuden erhalten, die vom deutschstämmigen Architekten Wilhelm Nejmanis entworfen wurden. Er war einer der Hauptarchitekten der Stadt von 1878 bis 1895. Ein prägendes Beispiel der Ziegelarchitektur sind die Gebäude in der Saules Strasse 1/3, und der Museums Strasse 6. Charakteristisch für den Eklektismus formende Bauarten, wie sie in den Fassaden dieser Gebäude verwendet wurden, überraschen sie sogar nach vielen Jahrzehnten mit ihrer Qualität und der Genauigkeit in der Ausführung der Details.
FESTUNG DAUGAVPILS
Die Festung ist das Symbol der Stadt Daugavpils. Ein hervorragender fortifikatorischer Bau, der eine Fläche von mehr als 150 Hektar einnimmt. Die einzige Festung der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts in Osteuropa, die fast ohne Veränderungen erhalten geblieben ist. Die gebrochene Linie der Befestigungen bildet der Wall mit acht Bastionen, sechs Ravelins, sechs Kontergarden und anderen Schutzbauten: insbesondere den Lünetten, Redouten und dem Graben. Auf der linken Küste der Düna befindet sich die Brückenbefestigung. Jedes Detail der Festung wurde unter Nutzung der Bauerfahrung der besten architektonischen Schulen des zaristischen Russlands und Europas entwickelt. Die Anlage des inneren Teiles der Festung folgte dem traditionellen Muster der Militärstädtchen: im Zentrum befindet sich die Paradefläche, um die sich die Bezirke der administrativen und der Wohngebäude gruppieren. Alle Fassaden der Gebäude sind im Empirestil errichtet. Ausnahmen sind das Nikolajewer Tor und der Wasserturm, die im Pseudogotischen Stil erbaut sind.
DER SAAL MARK ROTKOS
Im heimatkundlichen und künstlerischen Museum Daugavpils (Rigas Strasse 8) befindet sich ein Ausstellungsraum, in dem man Großbildreproduktionen der Bilder des weltweit bekannten Malers Mark Rotko (1903–1970), der in Dvinsk (Daugavpils) geboren wurde, sehen kann. Sie spiegeln die realistischen, surrealistischen und modernen Perioden des Schaffens des Malers wider und geben eine Vorstellung über den vom Autor geschaffenen Stil des abstrakten Expressionismus. Die meditative Stimmung des Saals unterstützt die Wahrnehmung der Werke von M.Rotko.
DIE KIRCHLICHE ANHÖHE
Jedem Reisenden, der Daugavpils kennenlernen will, es ist unbedingt zu empfehlen, die Kirchliche Anhöhe zu besuchen. Dies ist ein Ort, an dem sich die Gotteshäuser von vier Konfessionen befinden. Die Lutherische Kirche Martin Luthers wurde im Jahr 1893 nach einem Projekt des Architekten W. Nejmanis erbaut. Die katholische Kirche der unbefleckten Empfängnis der Heiligen Jungfrau Maria wurde im Jahre 1902 erbaut. Im Jahre 1909 wurde darin die Orgel des polnischen Meisters A.Chomanas installiert. Die orthodoxe Kathedrale der heiligen Märtyrer Fürsten Boris und Gleb in Daugavpils wurde ebenso wie die Standortkirche im Jahre 1905 erbaut. Altgäubigen- Bethaus des Weihers Nikola wurde in den Jahren 1908–1928 erbaut. In der Kirche befinden sich Ikonen aus dem XVIII–XX Jahrhundert und eine Sammlung von seltenen Bücher aus dem XVII–XX Jahrhundert.